Der Wiener Walzer kann als der älteste der modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze mit Fug und Recht als die Mutter aller Walzertänze bezeichnet werden. Schnell drehend „schweben“ die Tanzpaare mit weitgreifenden Schritten über die Tanzfläche; weit wallen die Röcke der Damen und geben gemeinsam mit der streng geordneten Tanzrichtung dem Tanzspektakel einen Hauch von Fürstlichkeit. So erstaunt es nicht, dass der Wiener Walzer nebst seiner unbestreitbaren Führungsrolle unter den Balltänzen seit langem als der Eröffnungstanz beinahe einer jeden Hochzeitsfeier gewählt wird.